Charakteristisch für die Rumba sind die erotisch
und grotesken Bewegungen(Gueguanco).

Die Rumba ist ein lateinamerikanischer Werbungs- oder Liebestanz, der aus Kuba stammt. Seinen Ursprung findet dieser Tanz in den afrokubanischen Rhythmen des 19. und 20. Jahrhunderts. Rumba heißt wörtlich übersetzt Fest oder Tanz. Seit 1930 hat die Rumba seinen Einklang in Europa gefunden. Im Jahr 1931 erschien der erste Rumba Schlager(„The Peanut Vendor“). Bereits ein Jahr später wurde dazu in England choreographiert. Als sechster Standardtanz wurde die Rumba 1964 in das Tanzturnierprogramm aufgenommen.

Das Wort Rumba ist eine Vereinigung einer Vielzahl von kubanischen Tanzformen mit historischen und aktuellen Bezügen. Die historischen Tanzformen gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Seither entwickelten sich mehr und mehr Tanzvariationen mit unzähligen choreographischen Möglichkeiten. Viele davon fanden jedoch den Weg über die kubanische Grenze hinaus nicht. Die weltweit häufigsten Tanzvariationen des Rumba sind Gueguanco, Yambu und Columbia. Die heute am weit Verbreiteste Form der Rumba ist die Gueguanco. Die Yambu zählt als die älteste Variante der Rumba und hat heute an Bedeutung verloren, während die Columbia als reine Männerrumba nur in den ländlichen Regionen Kubas getanzt wird. Die Grundformen der Rumba fließen auch in andere Tanzformen, wie z.B. dem Mambo oder den Cha Cha Cha ein.

Die Rumba wird offen paarweise getanzt. Dem Betrachter fallen sofort die komplizierten Tanzfiguren ins Auge, mit traditionell afrikanischen Hüft- und Beckenbewegungen. Charakteristisch sind die erotisch, grotesken Bewegungen(Gueguanco). Traditionell besingen die Tanzenden dabei das tägliche Leben der afroamerikanischen Bevölkerung.

Über den US- amerikanischen Weg kam die Rumba 1930 nach Europa.
In New York wurde der Tanz unter dem Einfluss der Jazzmusik weiter vorangetrieben. Die Rumba konnte jedoch aufgrund der politischen Lage nur schwer Fuß fassen. In Mitteleuropa galt der Tanz unter den vorherrschenden Nationalsozialisten als „entartete Musik“, da sie aus der farbigen Bevölkerung stammte. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges verlor die Rumba nach und nach an Bedeutung unter der europäischen Bevölkerung. 1945 waren es jedoch die Engländer und Franzosen, die der Rumba neues Leben einhauchten. Dabei stilisierten sich zwei unterschiedliche Tanzvarianten heraus, die schnell getanzte Rumba(Cuban Style) auf den britischen Inseln und die langsamere Variante(Square Style) auf dem europäischen Festland. Keine der beiden Varianten konnte jedoch die Oberhand gewinnen und sich durchsetzen. So kam es Ende der 1950er Jahre zu den so genannten „Rumbakriegen“. Als Schlichter trat ein international anerkanntes Tanzkomitee in Erscheinung mit der Folge, dass beide Tanzvariationen internationale Akzeptanz zugesprochen bekamen. Schlussendlich wurde die langsamere Variante mit französischen Choreographien 1963 unter dem Namen Square Rumba in das Welttanzprogramm und die schnellere englische Tanzvariation 1964 unter dem Namen kubanische Rumba in das Tanzturnierprogrammen aufgenommen.

Die Rumba wird zu einem 4/4 Takt mit Betonung auf eins und drei getanzt. In einer Minute werden 27-32 Takte angeschlagen. Turniertempo sind 28 Takte pro Minute. Die Fußspitzen werden beim tanzen leicht auswärts gehalten. Der jeweilige Schritt wird mit der Fußkante angesetzt.