Tanzen ist eine dem mimischen Bedürfnis des Menschen entspringende uralte
Körperbewegung und Ausdruckskunst. Meist wird das Tanzen von Musik oder rhythmischen Geräuschen begleitet.
In älteren Überlieferungen auf Felsenzeichnungen wurden Tänze für Jagd, Waffen oder Kriege ritualisiert, mit dem Ziel die Kampflust zu steigern. Spätere Tanzformen, wie Volks- und Nationaltänze waren das Spiegelbild aller Lebenstätigkeiten und Berufe. Stoßartige Bewegungen, ob allein oder in Gruppen ausgeführt, wurden zu besonderen Anlässen präsentiert, so zum Beispiel Trauer-, Ernte- oder Liebestänze. Tänze wurden auch in kultischen Zusammenhängen, oft jedoch nur von Eingeweihten(Priestern) aufgeführt, die sich in atemberaubende Bekleidung von Körper und Haupt(Masken) hüllten. Die Entwicklung des Tanzen nahm weltweit unterschiedliche Formen und Richtungen an. Bei den Germanen entstanden Schreit- und Figurentänze, Massen- und Gewandtheitstänze der männlichen Jugend.
Im Orient und Fernen Osten wurden fließende Tanzbewegungen vollführt, die oft monoton und symbolisch bis zur Erstarrung wirkten(japanisches Tanztheater). In Indien bezog sich der Tanz auf die bildende Kunst. Einzig die Römische Kultur war damals tanzfeindlich. Im Mittelalter fand eine Stilisierung auf verschiedenen Tanzgebieten statt: Fortan wurde unterschieden in kirchliche Tänze, Ritualtänze und höfische Tänze(zeremonieller Figurenschreittanz).
Doch worin liegen die Ursachen, die Menschen dazu bewegen sich rhythmisch zu Geräuschen zu bewegen? Der Mensch tanzt seit jeher um seine Gefühle spontanekstatisch zum Ausdruck zu bringen.
So bewegen sich die kleinsten unserer Gesellschaft - die Kinder- zur Musik um ihre Freunde zum Ausdruck zu bringen. Liebespaare verschmelzen auf der Tanzfläche und zeigen so der Öffentlichkeit ihre Verbundenheit zueinander. Partnersuchende ritualisieren den Tanz um ihre physischen und psychischen Vorzüge zum Ausdruck zu bringen. Sexuelle Hintergründe sind dabei oft nicht ausgeschlossen. Tanzen erzeugt im Unterbewusstsein des Menschen positive Grundstimmungen.
Psychologen zufolge werden dabei Glücksgefühle(Endorphine) freigesetzt. Kurz um Tanzen stimuliert Körper und Geist. Doch nicht nur das. Durch die Vielzahl an Bewegungen und die Inanspruchnahme nahezu aller Muskelgruppen ist Tanzen das ideale Fitnesstraining, bei gleichzeitiger Förderung der motorischen und koodrinativen Fähigkeiten. Wie bereits eingangs erwähnt gibt es weltweit unzählige Erscheinungsformen beim Tanzen.
So können Tänze als erstes nach der Anzahl der Tanzenden differenziert werden. Unterschieden wird dabei in Einzel-, Paar- und Gruppentänze. Gruppentänze können zusätzlich in Kreis-, Ketten-, Reihen- und Formationstänze untergliedert werden. Auch Anlässe spielen bei der Kategorisierung eine Rolle. Hier sind der Volkstanz, der Gesellschaftstanz und der Tanzsport zu nennen.
Eine eineindeutige Zuordnung aller Tänze in ein Schema ist nicht möglich, da viele Tänze Merkmale mehrerer Kategorien aufweisen. Einige Tänze wiederum stellen Sonderformen(z.B. Ballett, Striptease, Ausdruckstanz) dar, die sich ebenfalls nicht genau klassifizieren lassen.