Der Discofox hieß in den 70er Jahren Beatfox...

Der Discofox hieß in den 1970er Jahren Beatfox, der sich aus dem Foxtrott entwickelte. Anno 1973 wurde der Foxtrott aus Elementen von Swing, Boogie-Woogie und Two Step von Discotänzern erweitert. Dabei entwickelte sich dieser neue Tanzstil in zwei Richtungen.

Parallel zu dem deutschen Discofox entwickelte sich in Amerika der Hustle, mit den Stilrichtungen New York Hustle, Three Count Hustle, Latin Hustle, Rope Hustle, Street Hustle, Double Hustle, Line Hustle. Die Stile unterscheiden sich hauptsächlich in den Zählweisen der Grundschritte. Der Discofox erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit. Bereits 6 Jahre nach seiner Entstehung, also 1979 wurde der Tanz in das Welttanzprogramm aufgenommen. Wiederum ein Jahr später wurden erste Turniere ausgetanzt. Schnell formte sich der Begriff Disco Swing, als mehr und mehr Figuren und Bewegungen aus anderen Tänzen(Rock `n Roll, Mambo, Salsa, Cha Cha Cha) in den Discofox eingebracht wurden. Der Discofox übernahm Figuren dieser Tänze, die ihn noch abwechslungsreicher und schöner machten. Im Gegensatz zum Standardtanz Foxtrott ist der Discofox ein Platztanz, bei dem die Schritte vor allem zum Drehen an der Stelle und für Wickelfiguren verwendet wurden.

Im Jahr 1992 fand der Discofox seinen bis Dato Höhepunkt mit der ersten Discofox-Weltmeisterschaft in Basel, Schweiz. Seit dem Jahr 2000 werden die Weltmeisterschaften jährlich ausgetragen.

Wie bereits eingangs erwähnt ist der Discofox ein Mix aus einer Vielzahl anderer Tänze und besitzt daher keine eigenen, grundlegenden technischen Elemente. Die Basis bilden also Grundtechniken aus anderen Tänzen, wie etwa aus dem Foxtrott abgeleitete Schrittmuster ,die Improvisationsfreiheit des Swing, die Drehtechniken des Cha Cha Cha, die Figuren des Salsa und die akrobatischen Figuren des Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie.

Die musikalische Grundlagen des Discofox ist der 4/4 Takt. Besonders hierbei ist jedoch, dass nicht Takte, sondern die Taktschläge(Beats) angezählt werden. Der Discofox ist zu nahezu jeder Musik, die im 4/4 Takt läuft tanzbar. Die durchschnittliche Anzahl beträgt 120 BPM(Beats per minute). Im Discofox und dem inzwischen eng verschmolzenen amerikanischen Hustle umfasst ein Grundschritt drei Schläge. Bei einigen amerikanischen Hustle Varianten können es auch vier Schläge pro Grundschritt sein.

Der Discofox gilt heute neben dem Salsatanz als beliebtester Paartanz in Mitteleuropa. Ursache dafür ist unter anderem seine technische Freiheit.

Seit dem Ende der 1990er Jahre ist die Schweiz die erfolgreichste Discofox Nation der Welt. Es grenz fast schon an einer Sensation, wenn die Schweizer mal nicht den Titel bei einer Welt- oder Europameisterschaft nach Hause holen. Ebenfalls sind es die Schweizer, die den Discofox ständig variieren und somit seine Entwicklung weiter vorantreiben. So sind seit einiger Zeit auch Elemente des Jazztanz und Hip- Hop in den Tanzstilen der Schweizer auffällig geworden.