Cha Cha Cha ist durch seine muntere und kesse Charakteristik
mehr Flirt als Tanz

Cha Cha Cha ist ein Turniertanz, der paarweise getanzt wird. Ursprünglich ist der Cha Cha Cha ein lateinamerikanischer Gesellschaftstanz., der durch seine muntere, kesse Charakteristik mehr Flirt als Tanz ist. Dieser Tanz ist zudem untergliedert in die kubanische-, und die tanzsportliche Variante.

Der Cha Cha Cha ist eine Mischung aus Rumba und Mambo. Die Tanzpartner treten sich dabei aufgeweckt, selbstsicher und aggressiv gegenüber. Den Reiz dieses Tanzes macht die schnelle Aufdrehung der Tanzhaltung zu einer Promenade oder einer schwungvollen Platzdrehung aus.

Der Cha Cha Cha, mit kubanischen Wurzeln 1953 aus Danzon und Mambo kreiert durch Enrique Jorrin, wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts als offen getanzter Schritt des Mambo nach Europa transportiert, wo er heute als einer der beliebtesten Publikumstänze gilt. Der Tanzlehrer Udo Bier führte Mitte der 50er Jahre den Cha Cha Cha in Deutschland ein. Dabei stieß er aufgrund seiner nur schwer verständlichen musikalischen Untermalung zunächst nur auf wenig Sympathien. Eindringlicher waren jedoch die Tanzschritte, die die Europäer schwer begeisterten. Nach und nach wurden die grundlegenden langsamen Mambo- Schritte des Cha Cha Cha durch Tanzschritte anderer Tänze ergänzt. Dies löste eine neue Begeisterungswelle unter den Tanzenden aus. Seinen bis dato Höhepunkt erreichte der Cha Cha Cha in Deutschland 1961 mit der Aufnahme in das offizielle Tanzprogramm auf Tanzturnierveranstaltungen. 1963 wurde der Cha Cha Cha dann in das Welttanzprogramm aufgenommen.

Grundlage für die rhythmische Begleitung des Cha Cha Cha ist der 4/4 Takt, wobei sich ein Grundschritt über zwei Takte erstreckt. Der Tanztempo ist zunächst gering und wird im Verlauf des Tanzes nach und nach gesteigert. Durchschnittlich werden dann 32 Takte in einer Minute angeschlagen. Variationen von 30 bis 34 Takten sind durchaus üblich. Als musikalische Mittel wird lateinamerikanische Musik, moderne Popmusik oder Latino Rock eingesetzt.

Der Erfinder Enrique Jorrín verwendete die Silben "Chachachá" in einigen Danzons zur Betonung der Synkope zwischen den Taktteilen 4 und 1. Auf jenen Taktteilen liegt die Betonung der Schritte im Cha Cha Cha. Anstelle eines langen Schrittes, wie in der Rumba werden drei kurze Schritte getanzt. So charakterisiert sich die typische Zählweise 2-3-Cha-Cha-Cha-2-3-, wobei auf "Cha-Cha-Cha" (4-und-1) der Wechselschritt getanzt wird.

Der Cha Cha Cha wird als Platztanz getanzt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf lebhaften Hüftbewegungen. Den Oberkörper gilt es dabei weitesgehend ruhig zu halten. Durch die Tempoverschärfung der Kreuzschritte und fortwährende Akzentuierung vermittelt der Grundschritt Beweglichkeit und Dynamik. Nicht zu verachten ist also auch die Beinarbeit wodurch der Tanz kraftvoll und schnell wirkt. Zum Markenzeichen haben sich dabei die durchgestreckten Beine und Knie herausgebildet.